Ein geschichtlicher Rückblick (Stand 2025)
Der sportlich interessierte Betrachter des Geschehens in der Bunten
Liga hat sich in der Vergangenheit vielleicht schon einmal Gedanken darüber
gemacht, was es denn mit dem Namen “Lederwoscht” auf sich hat und was die
„Lederdämmerung“ als Ursprung des Namens hierbei mit zu tun hat. Eingestiegen
im Jahr 1998 setzte sich der Mannschaftsname aus „Leder“ und „Dämmerung“
zusammen. Beim „Leder“ ist ziemlich eindeutig, dass sich dies auf den Fußball
bezieht. Die Gerüchte, dass wir bei den Spielen Lederunterwäsche tragen, halten
sich trotz freizügiger Siegesfeiern weiterhin - vielleicht auch zurecht? Bei
der „Dämmerung“ wird es schon schwieriger. So lag Anfang dieses Jahrtausends,
als die Lederdämmerung von Sieg zu Sieg und Titel zu Titel eilte (Pokalsieger
2000, Meister 2001 & 2002), die Assoziation mit der Morgendämmerung sicher
nahe, da die ledernen Gründungsväter frisch und behände wie der junge Morgen
über das Spielfeld huschten. Nach einem weiteren Pokalsieg im Jahr 2007 und dem
Schwund aus den hieraus resultierenden Karriereenden (“Nach dem ersten Titel
höre ich auf”) erfolgte im Jahr 2010 die Fusion von der Lederdämmerung mit
“Fleischwoscht Samba Fußballwucht” und der heute international bekannte Name
“Lederwoscht” war geboren.
Nach unzähligen Verletzungen, Abgängen und ein paar Starwürsten die den
Verlockungen des Vereinsfußballs nicht widerstehen konnten und mittlerweile die
Bolzplätze Rheinhessens unsicher machen, stehen die letzten zwei Jahre unter
dem Gesicht des Neuaufbaus dieser Traditionstruppe. Es wurden hungrige, siedend
heiße Würste rekrutiert, bestehend aus erfahrenen Recken, zufällig Anwesenden
und auf Tanzflächen und in zahlreichen Mainzer Kneipen aufgegabelten Kickern.
Wie ein Wurstsalat: wilde Mischung, am Ende schmeckts jedoch wunderbar. Passend
zur Rundumerneuerung präsentieren wir uns seit Mitte letzter Saison auch in
neuer Wursthaut. Das von führenden Modedesignern entwickelte Trikot
symbolisiert eine schön gegrillte Bockwurst innen mit einem gesunden Körnerbrötchen
außen. Dazwischen ein mittelscharfer Senfstreifen.
Ganz nach dem Motto: “Alles hat ein Gesicht nur die Wurst hat zwei”
zeigen wir auch in dieser Saison unseren berühmt berüchtigten Drehtürfußball,
für den unsere Fans das Stadion reihenweise besuchen und auch verlassen. Der
einstellige Tabellenplatz ist selbstverständlich nur eine Frage der Zeit und
der Motivation - Alle darunterliegenden Saisonziele würden unsere Fans und
Sponsoren auch nicht akzeptieren. Mit diesem Druck müssen und können wir als
Mannschaft aber jederzeit umgehen. Auch in taktischer Hinsicht haben wir in der
Saisonvorbereitung einige innovative Umstellungen einstudiert, womit wir
manchen Gegner und höchstwahrscheinlich auch uns überraschen werden. Es zeigte
sich nämlich in der Vergangenheit immer öfter, dass unsere ausgeklügelte
Taktik, den Gegner durch Passivität und Lauffaulheit einzulullen, immer
seltener Früchte trug. Im Gegenteil, manche Mannschaften nutzten dies geradezu
schamlos aus, um uns die Wurst vom Grill zu nehmen und die Hütte vollzuhauen.
Damit ist jetzt hoffentlich Schluss.
Wichtig ist jedoch
vor allem, dass Teamgeist, Spaß und das Miteinander stimmen, das Gehaltsgefüge
nicht in Schieflage gerät und der Kontakt zu den Fans nicht abreißt. Die
ausschweifenden Taktikbesprechungen nach den Spielen dürfen hierbei natürlich
auch nicht fehlen und sind auch den Neuwürsten bereits in Fleisch- und
Blutwurst übergegangen. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine weitere
ereignisreiche Saison in der geilsten Hobby-Liga Deutschlands!
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